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Sonntag, 2. September 2007

Erste Schritte

Inzwischen bin ich in meiner WG hier in Helsinki angekommen und habe die nötigsten Sachen besorgt. Unter anderem eine Fahrkarte für die Verkehrsmittel hier. Und die sind recht seltsam. Die Busse und Bahnen sehen fast alle recht alt aus. Und will man in einen Bus einsteigen, muss man an der Station stehen und winken, sonst fährt der weiter. Dann steigt man vorne ein und zeigt seine Karte, was bei vielen Leuten dauert. Sowas wie 10-Minuten-Takte gibt es nicht, die Abfahrtszeiten sehen aus wie zufällig in die Gegend gewürfelt. Und andere Autofahrer und Fußgänger müssen sich vor den Busfahrern hüten, die ziemlich rücksichtlos rasen und durchaus mal ne rote Ampel überfahren. Zebrastreifen werden sowieso ignoriert. Trotzdem sind die Busse immer ziemlich voll und die Reisezeiten kurz. Es scheint zu funktionieren.
Als ich hier ankam, musste ich feststellen, dass die HOAS (die verwalten die Wohnheime hier) mich in ein Dorf geschickt hat. Hier ist nichts. Hauptsächlich leben hier Biologiestudenten (deren Kampus ist im Gegensatz zu meinem Kampus in der Nähe) und Familien mit kleinen Kindern. Naja, immerhin fahren zwei Buslinien durch und es gibt einen Supermarkt. Einen kleinen. Überrascht hat er mich dennoch. Einmal hat er auch sonntags bis 9 Uhr auf (wie man auf dem Foto sieht). Und dann findet man dort einfach alles, was man braucht. Essen, Shampoo, Putzmittel... Die Preise sind natürlich recht hoch, wie überall in Finnland. Günstig sind dagegen alle Sachen für Leute mit irgendwelchen Allergien oder Intoleranzen. Tofukäse kostet auch nicht mehr als normaler. Genauso das garantiert allergenfreie Waschmittel. Und die Auswahl ist auch nicht ohne. Glutenfreies Mehl zu bekommen ist gar kein Problem. Und das in einem Dorfsupermarkt weit ab vom Schuss. Natürlich hat es dort auch die vielen finnischen Fertiggerichte. So hab ich heute Mittag eine unglaublich labbrige "Pizza" für grade mal 60 Cent gekauft, in die Mikrowelle gesteckt und gegessen - widerlich, aber irgendwie mag ich es.